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Klimaerwärmung und Mikroplastik – was das miteinander zu tun hat und was wir tun können

Mai 2026 – Plastik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag, doch sie Auswirkungen reichen weit über sichtbaren Müll hinaus. Kunststoffe stehen in engem Zusammenhang mit dem Klimawandel. Sie werden überwiegend aus Erdöl und Erdgas hergestellt und ihre Produktion verbraucht enorme Energiemengen. Dabei entstehen große Mengen an Treibhausgasen, die die Erderwärmung weiter antreiben. Gleichzeitig wächst die weltweite Plastikproduktion stetig und damit auch ihr Einfluss auf das Klima.

Doch nicht nur die Herstellung von Plastik ist problematisch. Wenn Plastik in der Umwelt zerfällt, entstehen Mikro- und Nanoplastikpartikel, die heute praktisch überall zu finden sind: in der Luft, im Wasser, im Boden und sogar im menschlichen Körper und auch in Tieren. Neuere Erkenntnisse zeigen, dass diese winzigen Teilchen Sonnenlicht aufnehmen und dadurch zur Erwärmung der Atmosphäre beitragen können. Besonders kleine Partikel haben dabei sogar eine stärkere Wirkung. Auch wenn dieser Effekt im Vergleich zu Treibhausgasen kleiner ist, verstärkt er die Klimakrise zusätzlich und wird bislang noch kaum berücksichtigt.

Umso wichtiger ist es, den Plastikverbrauch zu reduzieren. Denn ein Großteil des produzierten Plastiks wird nicht recycelt, sondern verbrannt oder gelangt in die Umwelt. Dort bleibt es mehrere 100 Jahre erhalten und zerfällt immer weiter in kleinere Partikel. Die wirksamste Lösung ist deshalb, Plastik von Anfang an zu vermeiden.

Die gute Nachricht: Genau hier können wir alle ansetzen, auch im Schulalltag. Oft steckt Plastik dort, wo man es gar nicht unbedingt braucht. Ein erster Schritt ist, genauer hinzuschauen: Wo benutze ich Einwegplastik? Was lässt sich leicht ersetzen? Viele Alternativen sind einfach umzusetzen und fühlen sich oft sogar besser an.

Zum Beispiel kann man beim Einkaufen auf unverpackte Lebensmittel achten oder eigene Beutel und Brotdosen mitbringen. In der Schule helfen wiederverwendbare Trinkflaschen und Lunchboxen, Müll zu vermeiden. Auch bei Kleidung lohnt es sich, auf Naturmaterialien zu setzen, da synthetische Stoffe Mikroplastik freisetzen können. Und statt ständig Neues zu kaufen, kann man Dinge länger nutzen, tauschen oder gebraucht kaufen.

Besonders stark wird der Effekt, wenn viele gemeinsam handeln. In der Schule können Klassen Projekte starten, ihren Plastikverbrauch untersuchen und eigene Lösungen entwickeln. So wird sichtbar, was sich verändert und man merkt: Das eigene Handeln macht einen Unterschied. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Plastik zu vermeiden, bedeutet also nicht Verzicht, sondern bewusste Entscheidungen im Alltag. Jede kleine Veränderung zählt – und gemeinsam können viele kleine Schritte eine große Wirkung für Klima, Umwelt und unsere Zukunft haben.

 

 

Weiterlesen
Erderwärmung: Wie Mikroplastik das Klima aufheizt | DIE ZEIT

Plastik verursacht Klimaerwärmung und kann krank machen | Greenpeace

PDF von Greenpeace zum Runterladen
Plastikkollaps_Bericht_2025_0.pdf

 

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