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Oktober 2020 Mit vielen Ideen und Tatkraft haben sich die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auch im Schuljahr 2019/2020 wieder für Energieeinsparungen und Klimaschutz starkgemacht – trotz der pandemiebedingten Einschränkungen! Insgesamt 38 Schulen nahmen am Energieeinsparprogramm des KIS Potsdam teil und konnten sich über Anerkennungsprämien in Höhe von insgesamt 60.000 Euro freuen.

Mit vielen Ideen und Tatkraft haben sich die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auch im Schuljahr 2019/2020 wieder für Energieeinsparungen und Klimaschutz starkgemacht. Insgesamt 38 Schulen nahmen am Energieeinsparprogramm des Kommunalen Immobilien Service (KIS) teil und konnten sich über Anerkennungsprämien in Höhe von insgesamt 60.000 Euro freuen.

Auch das Energieeinsparprogramm für die Potsdamer Schulen nahm nicht durchweg seinen gewohnten Lauf. Waren im September 2019 noch alle teilnehmenden Schulen optimistisch und voller Elan in die neue Runde gestartet, gerieten die Aktivistinnen und Aktivisten im März 2020 außer Tritt: Die begonnenen Projekte beispielsweise zur Einführung neuer Abfallsysteme in Pilotschulgebäuden oder ein Vorhaben zur Schulhofbegrünung stockten. Auch geplante Tage der offenen Tür mit einem klimafreundlichen Markt oder Projekttage zum Klimaschutz blieben durch die pandemiebedingten Schulschließungen auf der Strecke. Trotzdem gaben die Schülerinnen und Schüler nicht auf! Klimaschutz sei ihnen wichtig, bekannten einige der Ansprechpartner*innen und nahmen den Energie- und Ressourcenverbrauch zuhause unter die Lupe. Mithilfe verschiedener Arbeitsblätter deckten die jungen Klimaschützer*innen nicht nur Defizite auf, sondern lernten einiges über die Bereitstellung von Strom und Wärme in Potsdam, die Abfallentsorgung der Stadt und ihren ganz persönlichen Handlungsspielraum in Sachen Klimaschutz.

Für das neue Schuljahr trugen die Schüler*innen über 400 Klimaschutzideen zusammen, um den Klimaschutz im eigenen Schulgebäude voranzubringen. Außer den altbekannten Maßnahmen beispielsweise der korrekten Abfalltrennung oder des energieeffizienten Lüftens wurden auf den knapp 350 Rücksendungen jede Menge kreative Ansätze genannt: Man könnte eine wöchentliche maximale Abfallgrenze je Klasse festlegen. Man könnte im Winter den Schulbeginn weiter in den Tag verlegen, um die Sonnenstrahlung besser auszunutzen. Man könnte monatlich eine abfallfreie Woche an der Schule einführen – oder zumindest eine plastikfreie. Man könnte an jeder Schule ein Klimaschutzteam gründen, das gezielt Maßnahmen initiiert und begleitet – oder zumindest einen Klimaschutzmanager. Man könnte mehr Bäume im Schulgelände pflanzen, die Schatten spenden und für frische Luft sorgen. Viele weitere Ideen bezogen sich auf Themen wie Wasser sparsam nutzen, Verpackungen vermeiden, Strom und Wärme klimabewusst verwenden oder den klimafreundlichen Schulweg unterstützen. Ausnahmsweise konnten die Schulen im vergangenen Schuljahr nicht nur mit echten Klimaschutzbeiträgen im Prämiensystem punkten, sondern auch mit ihren guten Ideen.

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert weiß dieses Engagement der Schüler*innen zu schätzen: „Für keinen von uns ist die Zeit der Corona-Pandemie leicht. Besonders litten jedoch Kinder und Jugendliche unter der Quarantäne, die Bewegungsfreiheit, auch Freundschaften und den Austausch untereinander einschränkte. Da freut es mich besonders, dass sich viele junge Menschen weiter konkret mit dem Schutz von Klima und Umwelt auseinandergesetzt haben. Ich wünsche allen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften viel Erfolg nicht nur für die Bildungsaufgaben, sondern ganz besonders auch für ihr Engagement zum Klimaschutz.“

In diesem Jahr fiel auf: in der Summe haben die Grundschulen beim Punktesammeln die Nase zwar vorn, aber die Plätze 1 bis 4 im Prämiensystem des Projekts wurden von den „Großen“ belegt. Spitzenreiter war erneut das Wohnheim am Biesamkiez, das mit wenigen Beteiligten ziemlich viele Klimaschutzmaßnahmen umsetzte. Allein der stromfreie Tag je Schulwoche und das Projekt, aus fast dem gesamten Müll der beteiligten Gruppen ein Kunstwerk zu gestalten, stärkten das Klimabewusstsein und nützten auch dem Klimaschutz. Auf den nächsten Plätzen folgten die Gesamtschule Peter Joseph Lenné, die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule und die Comenius-Schule (in dieser Reihenfolge).

Da die gewohnte Prämienveranstaltung des Programms in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, wurden den Schulen ihre Urkunden samt Prämienbescheiden per Post zugeschickt.

Alle Potsdamer Schulen haben im neuen Schuljahr wieder die Möglichkeit, sich am „Energieeinsparprogramm an Potsdamer Schulen“ zu beteiligen. Sie werden im Rahmen des Programms fachlich durch die Experten des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) und der Berliner Energieagentur im Auftrag des KIS, der das Projekt seit 2012 umsetzt und steuert, unterstützt.

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